Ramadan: Ditib betont Bedeutung von Gemeinschaft

Ramadan: Ditib betont Bedeutung von Gemeinschaft
Zum muslimischen Fastenmonat Ramadan unterstreicht die Türkisch-Islamische Union (Ditib) die Bedeutung von Gemeinschaft. Auch Nicht-Muslime sind zum Fastenbrechen eingeladen.

Köln (epd). Die Türkisch-Islamische Union (Ditib) hat die Bedeutung von Gemeinschaft und Zusammenhalt im muslimischen Fastenmonat Ramadan betont. Gebete und gemeinsame Iftar-Abende zum Fastenbrechen brächten Menschen zusammen, erklärte der Ditib-Bundesverband am Mittwoch in Köln. Viele Moscheegemeinden laden den Angaben zufolge auch zum öffentlichen Fastenbrechen ein, an dem auch Menschen anderen Glaubens teilnehmen können. Das biete „eine wertvolle Gelegenheit“ zum gegenseitigen Kennenlernen und Abbau von Vorurteilen. Der Ramadan werde so zur „Brücke des Verständnisses und des respektvollen Miteinanders“.

Der Ditib-Vorsitzende Ramazan Ilikkan begrüßte, dass der muslimische Fastenmonat „mittlerweile auch ein Teil Deutschlands geworden“ sei und immer sichtbarer werde. So sind in einigen deutschen Großstädten einzelne Straßen mit Ramadan-Beleuchtung geschmückt, etwa in Köln, Frankfurt und erstmals auch in Freiburg. „Diese Entwicklungen erfreuen uns, denn sie zeigen, dass das muslimische Leben immer mehr zur Normalität in diesem Land wird und akzeptiert wird“, sagte Ilikkan.

Ramadan hat zeitgleich mit der christlichen Fastenzeit begonnen

Für Muslime in Deutschland beginnt am Mittwochabend der Fastenmonat Ramadan. Er endet am 20. März mit dem Fest des Fastenbrechens (Eid al-Fitr). Die christliche Fastenzeit hat ebenfalls am Mittwoch begonnen und endet am 5. April.

Die Türkisch-Islamische Union der Anstalt für Religion (Ditib) ist nach eigenen Angaben der größte Moscheeverband in Deutschland. Der 1984 gegründete Dachverband hat seinen Sitz in Köln. Er ist eng mit der türkischen Religionsbehörde Diyanet verbunden.