Hilfsbündnis verzeichnet Rekord bei Spendenaufruf für Ukraine

Hilfsbündnis verzeichnet Rekord bei Spendenaufruf für Ukraine
300 Millionen Euro sind beim Bündnis "Aktion Deutschland Hilft" seit Beginn des russischen Angriffskriegs für Nothilfe in der Ukraine eingegangen. Kein anderer Aufruf hat bisher zu einer so hohen Summe geführt.

Bonn (epd). Das Bündnis „Aktion Deutschland Hilft“ hat für die Nothilfe in der Ukraine seinen bisher spendenstärksten Aufruf verzeichnet. Seit dem Beginn des russischen Angriffskriegs am 24. Februar 2022 seien 300 Millionen Euro unter dem Stichwort „Nothilfe Ukraine“ gespendet worden, erklärte das Bündnis aus mehr als 20 deutschen Hilfsorganisationen am Mittwoch in Bonn. Dank dieser „beispiellosen Solidarität“ hätten bisher rund elf Millionen Menschen Hilfe erhalten.

Aktuell erlebe die ukrainische Bevölkerung den bisher härtesten Kriegswinter, betonte die „Aktion Deutschland Hilft“. Die Zermürbung der Menschen und die Zerstörung ihres Landes erreichten neue Dimensionen. Die Angriffe auf die Energieinfrastruktur hätten in diesem besonders kalten Winter massiv zugenommen. Es gebe nur zwei Stunden pro Tag Strom und in manchen Wohnungen herrschten eisige Temperaturen. „Die Kälte wird zur Waffe“, kritisierte das Bündnis. Laut UN waren 2025 rund 12,7 Millionen Menschen in der Ukraine auf humanitäre Hilfe angewiesen.

Hilfe dringlicher und gefährlicher zugleich

„Vor diesem Hintergrund ist humanitäre Hilfe dringlicher denn je“, mahnt Maria Rüther, Hauptgeschäftsführerin von „Aktion Deutschland Hilft“. Doch diese Hilfe zu leisten, werde immer gefährlicher und schwieriger, warnt das Bündnis. Das liege etwa an Kürzungen der institutionellen Gelder, aber auch der verschlechterten Sicherheitslage in vielen Gebieten. In dem Bündnis „Aktion Deutschland Hilft“ sind rund 20 deutsche Hilfsorganisationen zusammengeschlossen, darunter AWO International, Care, Help, Action Medeor und die Malteser.