Bonn, Limburg (epd). Der Vorsitzende der katholischen Deutschen Bischofskonferenz, Georg Bätzing, hat zum Beginn des muslimischen Fastenmonats Ramadan an die Gemeinsamkeiten der Fastenzeit in Islam und Christentum erinnert. „Wer fastet, dem geht es um mehr als materiellen Verzicht und körperliche Askese. Vielmehr kennen sowohl Christen als auch Muslime - jeweils auf ihre Weise - das Fasten als einen Weg des Gebets und der Sammlung“, erklärte der Limburger Bischof am Dienstag.
Fasten könne dazu beitragen, die Beziehung zu Gott zu vertiefen und eine größere Achtsamkeit gegenüber den Mitgeschöpfen zu entwickeln, betonte Bätzing: „Es ist ein schönes Zeichen, dass die christliche Fastenzeit und der muslimische Fastenmonat in diesem Jahr nahezu zeitgleich beginnen.“ Diese seltene Übereinstimmung lade dazu ein, „mit wachem Sinn all das wahrzunehmen, was uns miteinander verbindet.“
„Religion ist keine Barriere“
Religion sei keine Barriere, sondern eine Ressource für den Frieden, fügte Bätzing hinzu. Der verstorbene Papst Franziskus habe immer wieder daran erinnert, dass Christen und Muslime dazu berufen seien, im Anderen nicht einen Gegner, sondern einen Bruder und eine Schwester zu sehen. Das bedeute auch, sich jeder Form von Menschenfeindlichkeit entschieden entgegenzustellen, sei es Rassismus, Antisemitismus oder Islamfeindlichkeit.
Für Muslime in Deutschland beginnt am Mittwochabend der Fastenmonat Ramadan. Er endet am 20. März mit dem Fest des Fastenbrechens (Eid al-Fitr). Die christliche Fastenzeit beginnt ebenfalls am Mittwoch und endet am 5. April. In beiden Religionen geht es dabei um innere Einkehr und Nähe zu Gott.


