Russische Angriffe: UN befürchten neue Fluchtwelle in der Ukraine

Russische Angriffe: UN befürchten neue Fluchtwelle in der Ukraine
Vier Jahre nach Beginn des Angriffskriegs gegen die Ukraine verschärft Russland seine Attacken auf die Energieversorgung. Die Internationale Organisation für Migration befürchtet die erneute Flucht von Hunderttausenden Menschen.

Genf (epd). Die anhaltenden Angriffe Russlands auf die Energieversorgung der Ukraine drohen laut den UN eine neue Fluchtwelle auszulösen. Schätzungsweise 325.000 Ukrainerinnen und Ukrainer könnten angesichts der Strom- und Heizungsausfälle ihre Heimatregionen verlassen, warnte die Internationale Organisation für Migration (IOM) am Montag in Genf.

Die Menschen litten unter den Energieunterbrechungen bei Temperaturen von bis zu minus 20 Grad Celsius. Es handele sich um Kinder, Frauen und Männer, die vorher schon einmal aus ihren Heimatregionen geflüchtet waren und inzwischen zurückgekehrt sind.

Humanitäre Hilfe für Millionen Menschen

Die IOM hat nach eigenen Angaben seit Kriegsbeginn 6,9 Millionen Menschen innerhalb des Landes mit humanitären Gütern geholfen. Zudem unterstützte die Organisation weitere Millionen Menschen in elf Nachbarländern. Im Januar gab es laut UN in der Ukraine 3,7 Millionen Binnenflüchtlinge.

Vor knapp vier Jahren, am 24. Februar 2022, begann Russland seine Vollinvasion in das Nachbarland. Die IOM gehört zu den Vereinten Nationen und sitzt in Genf.