Spahn rechnet mit deutlicher Erhöhung des Renteneintrittsalters

Spahn rechnet mit deutlicher Erhöhung des Renteneintrittsalters
Mit steigender Lebenserwartung muss nach Ansicht des CDU-Politikers Spahn auch die Lebensarbeitszeit steigen. Wenn die Menschen 100 Jahre alt würden, könnten sie nicht mit Mitte 60 in Rente gehen, sagt er.

Berlin (epd). Unionsfraktionschef Jens Spahn (CDU) rechnet mit einer deutlichen Erhöhung des Renteneintrittsalters: „Wenn man hundert wird, kann man nicht mit Mitte 60 aufhören zu arbeiten“, sagte der CDU-Politiker den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Freitag). Jedes zweite heute neugeborene Mädchen werde mit hoher Wahrscheinlichkeit 100 Jahre alt werden. Wenn die Lebenserwartung weiter steige, werde auch das Renteneintrittsalter weiter steigen, sagte Spahn.

Er gehe daher davon aus, dass die Rentenkommission Vorschläge für eine Erhöhung des Renteneintrittsalters und zur Lebensarbeitszeit machen werde. Die Altersgrenze für die Regelaltersrente ohne Abschläge wird derzeit schrittweise auf 67 Jahre angehoben.

Rentenkommission arbeitet an Vorschlägen

Die Bundesregierung hat eine Rentenkommission eingesetzt, die Anfang Januar ihre Arbeit aufgenommen hat. Die Kommission unter Leitung des früheren Chefs der Bundesagentur für Arbeit, Frank-Jürgen Weise, und der Juristin Constanze Janda soll bis Mitte dieses Jahres Vorschläge zur Reform der Alterssicherung vorlegen. Nach Angaben von Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas (SPD) werden die Mitglieder der Kommission sowohl die gesetzliche Rente als auch die betriebliche und private Vorsorge betrachten und Veränderungsvorschläge unterbreiten.