Aachen (epd). Das in Aachen ansässige katholische Kindermissionswerk „Die Sternsinger“ will sich auf der am Mittwoch startenden Weltkonferenz zur Beseitigung von Kinderarbeit für gesetzliche Verpflichtungen einsetzen. Auf der Tagung der ILO, der internationalen Arbeitsorganisation, die bis Freitag in Marokko stattfindet, müsse es um „entschlossene politische Maßnahmen im Kampf gegen Kinderarbeit“ gehen, erklärten die Sternsinger am Dienstag. Freiwillige Selbstverpflichtungen reichten nicht aus. Notwendig seien verbindliche Regeln, starke Bildungssysteme und funktionierende Sicherungssysteme für Familien.
„Wir werden als Hilfswerk die Stimme von Kindern in die internationalen Debatten einbringen und zeigen, dass Kinderarbeit zurückgedrängt werden kann, wenn der politische Wille dazu da ist“, sagte Vincent Bergauer, Referent für politische Interessenvertretung im Kindermissionswerk. Jedes Kind müsse die Möglichkeit haben, in die Schule zu gehen, Familien müssten existenzsichernd unterstützt werden. Armut, fehlende Bildung und mangelnde soziale Sicherung zählten zu den Hauptursachen von Kinderarbeit.
138 Millionen Kinder weltweit müssen arbeiten
Seit dem Jahr 2000 habe sich die Zahl arbeitender Kinder zwar fast halbiert, doch das Ziel, Kinderarbeit bis 2025 zu beenden, wurde nicht erreicht, erklärte das Hilfswerk. Noch immer müssten 138 Millionen Mädchen und Jungen weltweit arbeiten, 54 Millionen von ihnen unter gefährlichen und ausbeuterischen Bedingungen.


