Integrationsbeauftragte: Zugang zu Integrationskursen ermöglichen

Integrationsbeauftragte: Zugang zu Integrationskursen ermöglichen
Träger von Integrationskursen beschweren sich, weil das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge derzeit keine freiwilligen Teilnehmer zulässt. Jetzt setzt sich die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung für den Zugang zu den Kursen ein.

Berlin (epd). Die Migrations- und Integrationsbeauftragte der Bundesregierung, Natalie Pawlik (SPD), fordert den Zugang von geflüchteten Menschen zu Integrationskursen. „Wer nach Deutschland kommt, soll zügig an Integrations- und Sprachkursen teilnehmen können, viele Menschen aus der Ukraine und der EU wollen genau das“, sagte die SPD-Politikerin der „Frankfurter Rundschau“ (Donnerstag).

Derzeit ist der freiwillige Besuch von Sprach- und Integrationskursen offenbar erschwert. Hintergrund sind ausstehende Entscheidungen des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (Bamf) über erforderliche Zulassungsanträge. Das Bundesinnenministerium hatte am Dienstag auf Anfrage des Evangelischen Pressedienstes (epd) bestätigt, dass derzeit eine Prüfung von Zulassungsanträgen stattfinde.

„Kurse sind Pfeiler gelingender Integration“

Die Integrationsbeauftragte Pawlik kritisierte: „Gerade jetzt, wo in vielen Branchen Arbeitskräfte fehlen, ist es unverantwortlich, Menschen beim Zugang zu Sprache und Arbeit auszubremsen.“ Natürlich müssten Haushaltsfragen geprüft werden: „Aber wer hier kürzt, nimmt langsamere Integration billigend in Kauf. Das ist gesellschaftspolitisch falsch und für den Arbeitsmarkt fatal.“ Die SPD-Politikerin nannte die Kurse einen „zentralen Pfeiler gelingender Integration“.