Nach Angriff auf Synagoge: Kundgebung in Gießen

Nach Angriff auf Synagoge: Kundgebung in Gießen
Aus Solidarität mit der Jüdischen Gemeinde Gießen ruft ein breites Bündnis zu einer Kundgebung auf. Mitte Januar hatte ein mutmaßlich psychisch Kranker Müllcontainer vor der Synagoge angezündet.

Gießen (epd). Nach der Brandstiftung vor der Gießener Synagoge ruft ein breites Bündnis aus Parteien, Organisationen, Verbänden und Gießener Bürgern zur Solidarität mit der Jüdischen Gemeinde auf. Bei der Kundgebung am 1. Februar auf dem Kirchenplatz in Gießen werden unter anderem Oberbürgermeister Frank-Tilo Becher (SPD), Polizeipräsident Torsten Krückemeier sowie Vertreter aus Religionen und Zivilgesellschaft Reden halten, teilte der evangelische Stadtkirchenpfarrer Gabriel Brand am Dienstag mit. Das Schlusswort spricht der Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde Gießen, Dow Aviv.

Das Bündnis verurteile „auf das Schärfste Antisemitismus und jede Form von Rassismus und Gewalt“, heißt es in dem Aufruf. „Wir stehen fest an der Seite der jüdischen Gemeinde Gießen.“ Gemeinsam setze man sich dafür ein, „dass jüdisches Leben in unserer Stadt sichtbar ist und niemand aus Angst vor Übergriffen auch nur darüber nachdenken muss, religiöse Symbole sichtbar zu tragen“.

Kundgebung um 18 Uhr auf dem Kirchenplatz

Ein mutmaßlich psychisch kranker 32-Jähriger hatte am Abend des 13. Januar Müllcontainer im Eingangsbereich der Gießener Synagoge in Brand gesetzt. Laut Polizei wird ihm außerdem vorgeworfen, den „Hitlergruß“ in Richtung Synagoge gezeigt zu haben.

Die Kundgebung am 1. Februar beginnt um 18 Uhr.