Frankfurt legt Übergangsquartier für Städtische Bühnen fest

Frankfurt legt Übergangsquartier für Städtische Bühnen fest
Frankfurt am Main ist mit der Planung für ein neues Schauspielhaus und eine neue Oper einen großen Schritt weitergekommen: Ein Übergangsquartier steht fest.

Frankfurt a.M. (epd). Die Stadt Frankfurt am Main hat am Donnerstag das nötige Übergangsquartier für die Städtischen Bühnen vorgestellt. Ein ehemaliges Archiv- und Lagerzentrum der früheren Dresdner Bank soll Oper und Schauspiel vorübergehend aufnehmen, wenn das bisherige Theater-Doppelhaus am zentral gelegenen Willy-Brandt-Platz zugunsten von Neubauten abgerissen wird. Das Übergangsquartier befindet sich im Stadtteil Gutleut zwischen dem Gleisvorfeld des Frankfurter Hauptbahnhofes und dem Main.

Die zwei leerstehenden Lagerhallen und ein Kopfbau mit einer Fläche von insgesamt 15.400 Quadratmetern hätten nach dem Willen des vorigen Eigentümers abgerissen werden sollen. Die Stadt hatte die Liegenschaft aber Anfang 2025 erworben.

Hallen entrümpelt und wieder begehbar

Die Gebäude waren nach Angaben der Stadt vom Architekturbüro Professor Walter Henn 1985 geplant worden. Die Decken seien bis zu 16 Meter hoch. Die Hallen seien inzwischen entrümpelt und wieder begehbar. „Mit dem Erwerb dieser Liegenschaft ist es uns gelungen, einen weiteren zentralen Baustein für das Multiprojekt Neubau der Städtischen Bühnen zu sichern“, sagte Kulturdezernentin Ina Hartwig (SPD).

Die Stadtverordnetenversammlung hatte im Dezember 2024 final beschlossen, das neue Schauspielhaus im Bankenviertel zu bauen. Das Gebäude soll einige Hundert Meter entfernt vom bisherigen Standort auf einem Grundstück der Hessischen Landesbank und der Sparkasse in einem Erbbaurecht-Modell errichtet werden. Die Oper soll am bisherigen Ort der Städtischen Bühnen neu gebaut werden.

Kosten von mehr als einer Milliarde Euro

Die Kosten für den Bau beider Bühnen werden auf mehr als eine Milliarde Euro geschätzt. Die Frankfurter Stadtverordnetenversammlung hatte im Januar 2020 mit großer Mehrheit einen Abriss der maroden Theater-Doppelanlage beschlossen.