Bätzing gibt Vorsitz der Bischofskonferenz ab

Bätzing gibt Vorsitz der Bischofskonferenz ab

Bonn (epd). Der Limburger Bischof Georg Bätzing will sich im Februar nicht erneut zum Vorsitzenden der katholischen Deutschen Bischofskonferenz wählen lassen. Das teilte die Deutsche Bischofskonferenz am Montag in Bonn mit. Vor sechs Jahren war Bätzing zum Nachfolger des Münchner Erzbischofs Kardinal Reinhard Marx gewählt worden. Nach nur einer Amtszeit stellt er sich nun nicht erneut zur Wahl bei der Frühjahrsvollversammlung der katholischen Bischöfe vom 23. bis 26. Februar in Würzburg.

In einem Brief an seine Bischofskollegen schrieb Bätzing laut Bischofskonferenz, um im Vorfeld der Versammlung gute Überlegungen für die Wahl zu ermöglichen, wolle er mitteilen, dass er für eine erneute Wahl nicht zur Verfügung stehe. „Ich habe mich dazu nach Beratung und reiflicher Überlegung entschieden.“

Auf der Seite der Reformer

Der 64-jährige Bischof hatte sich im Richtungsstreit über Reformen in der katholischen Kirche in Deutschland auf die Seite der Reformer gestellt. Seine Amtszeit war geprägt durch Querelen bezüglich möglicher Kirchenreformen mit dem Vatikan.