Bremen (epd). Die Seenotretter der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGZRS) sind im vergangenen Jahr in 1.723 Einsätzen auf Nord- und Ostsee insgesamt 3.389 Menschen zu Hilfe gekommen. 135 Personen wurden aus akuter Seenot gerettet, weitere 327 aus einer Gefahr befreit, wie die Seenotretter mit Sitz in Bremen am Donnerstag mitteilten. Neue ehrenamtliche Botschafterin der Seenotretter ist in diesem Jahr die Fernsehmoderatorin und Sportjournalistin Laura Wontorra. Sie löst in dem Amt den ostfriesischen Krimiautor Klaus-Peter Wolf ab.
Die Besatzungen der 60 Seenotrettungskreuzer und -boote standen den Angaben zufolge vor allem Fischern und Seeleuten von Handelsschiffen zur Seite. Auch Passagieren auf Fähren und Fahrgastschiffen kamen sie zu Hilfe. Außerdem mussten die Seenotretter erneut Wassersportler an den Küsten von Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern aus gefährlichen Situationen befreien. Seit Gründung der DGzRS vor mehr als 160 Jahren zählt die Statistik der Seenotretter nun annähernd 87.800 Gerettete.
150 Jahre Sammelschiffchen
Außerdem feierten die Seenotretter das 150. Jubiläum ihrer Spenden- Sammelschiffchen, die erheblich zur Finanzierung der Seenotretter beitragen. Die Organisation wird ausschließlich durch Spendengelder getragen. Rund 13.000 dieser in ihrer Form an die ersten Ruderrettungsboote erinnernden Sammelboxen stehen an vielen öffentlichen Orten zwischen Flensburg und Sonthofen, Aachen und Frankfurt an der Oder, hieß es. Für die DGzRS arbeiten etwa 180 Festangestellte und 800 Freiwillige.
ARD Dokuserie zeigt Arbeit der Seenotretter
Die Arbeit der Seenotretter ist inzwischen durch die ARD-Dokuserie „Die Seenotretter“ einem Millionenpublikum bekannt geworden. Sie zeigt laut den Seenotrettern hautnah die Einsätze und das Bordleben auf verschiedenen Stationen sowie die Arbeit der Rettungsleitstelle See in Bremen. Zwei Staffeln mit insgesamt 16 Folgen sind aktuell in der ARD-Mediathek zu sehen.


