Berlin (epd). Angesichts des eisigen Winterwetters warnt der Paritätische Gesamtverband vor dem Kältetod von Obdachlosen. „Die aktuelle Kältewelle stellt für obdachlose Menschen eine akute Lebensgefahr dar und erfordert sofortiges, koordiniertes Handeln“, sagte Hauptgeschäftsführer Joachim Rock dem „RedaktionsNetzwerk Deutschland“ (Donnerstag. Kommunen und Länder müssten umgehend Notunterkünfte niedrigschwellig zur Verfügung stellen, forderte er. Zugleich müssten freie Träger ausreichend Geld für ihre Hilfsangebote bekommen.
VdK verlangt niedrigschwellige Hilfe
Ähnlich äußerte sich die VdK-Präsidentin Verena Bentele. „Niemand darf in unserer Gesellschaft der Kälte schutzlos ausgeliefert bleiben“, sagte sie dem RND. „Gerade Menschen ohne festen Wohnsitz oder mit prekären Lebensverhältnissen brauchen unmittelbar Zugang zu sicheren, warmen Unterkünften und niedrigschwelligen Unterstützungsangeboten.“
Bentele betonte, Wohnungslosigkeit und soziale Not entstünden nicht erst im Winter. Die geplante Grundsicherung spitze die Lage noch zu: „Die neue Grundsicherung verschärft die Not mancher Menschen. Die vorgeschlagenen strikten Beschränkungen bei der Übernahme von Wohnkosten durch das Jobcenter und die Möglichkeit, die Kosten der Unterkunft bei Sanktionen komplett zu streichen, werden die Situation noch verschärfen.“


