Verbraucherzentrale sucht "Mogelpackung des Jahres 2025"

Verbraucherzentrale sucht "Mogelpackung des Jahres 2025"
Versteckte Preiserhöhungen: Fünf Produkte sind von der Verbraucherzentrale Hamburg nominiert, Online-Abstimmung läuft bis 20. Januar.

Hamburg (epd). Die Verbraucherzentrale Hamburg sucht die „Mogelpackung des Jahres 2025“. Interessierte können online bis zum 20. Januar (16 Uhr) Produkten das mit der dreistesten versteckten Preiserhöhung im vergangenen Jahr wählen, wie die Verbraucherzentrale am Montag mitteilte. Nominiert sind die Produkte Milka-Schokolade von Mondelez, Käse-Streusel-Backmischung von Dr. Oetker, XXL Schoko Hafer-Müsli von Kölln, Penne Pomodoro Mozzarella von Knorr und 3 in1 Classic Kaffeesticks von Jacobs.

Die Verbraucherzentrale erweiterte ihre Mogelpackungsliste im vergangenen Jahr um 77 Produkte. Die durchschnittliche versteckte Preiserhöhung der veröffentlichten Produkte habe bei 28,4 Prozent gelegen. Die Verbraucherschützer fordern eine verpflichtende Kennzeichnung von Mengenreduktionen auf Verpackungen, gut sichtbare Hinweisschilder im Handel und kleinere, ressourcenschonende Verpackungen, die dem Inhalt entsprechen.

Weniger Inhalt, höherer Preis

Bei der Milka Alpenmilch habe Mondelez die Füllmenge von 100 auf 90 Gramm reduziert, während der Preis der Tafel nahezu zeitgleich von 1,49 auf 1,99 Euro gestiegen sei. Das ergebe eine Preiserhöhung von mehr als 48 Prozent. Dr. Oetker verkaufe seine Backmischung als neues Produkt, obwohl sich an der Rezeptur der bisherigen Mischung kaum etwas geändert habe. Dafür sei der fertig gebackene Kuchen nur noch etwa halb so groß. Bezogen auf die Füllmenge steige der Preis so um knapp 90 Prozent.

Kölln habe aus einem „Vorratspack“ einen „XXL Pack“ gemacht und die Füllmenge von 1.700 auf 1.050 Gramm gesenkt. Trotz gesenkten Verkaufspreises sei das Müsli somit fast 30 Prozent teurer geworden. Knorrs Fertiggericht werbe mit mehr Inhalt, der Preis allerdings sei stärker gestiegen als die Füllmenge, unter dem Strich ergebe sich eine Preiserhöhung von 29 Prozent. Jacobs habe die Kaffeepulver-Menge in seinen Sticks reduziert, der Inhalt schrumpfe von insgesamt 180 auf 120 Gramm. Bezogen auf die Füllmenge sei das Produkt bei einem leicht erhöhten Verkaufspreis um 56 Prozent teurer geworden.