München (epd). Der Münchner Erzbischof Reinhard Marx hat zum Jahreswechsel die Macht der Hoffnung betont. „Wir gehen in ein Jahr voller Fragezeichen, aber an der Seite Jesu“, sagte der Kardinal an Silvester in der Kirche St. Michael in München laut Mitteilung. „Ich gehe mit großen Sorgen in die Zukunft, vielleicht mit größeren, als ich je gehabt habe“, bekannte Marx zum Ende eines „turbulenten, aufregenden“ Jahres. „Wir erleben heute wahrscheinlich einen Epochenwandel, der tiefer geht, als wir heute sehen.“
Den anhaltenden Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine verurteilte Marx scharf. „Was für eine Schande, was für eine Blasphemie, dass sich getaufte Christen gegenseitig umbringen.“ Zugleich sei seine Hoffnung ungebrochen, dass die Kirche etwas erreichen und etwas tun könne. „Ich glaube an den Weg der Erneuerung, wir können eine missionarische Kirche sein, weil die Welt dieses Zeugnis braucht.“ Als Beispiel führt er den Tod von Papst Franziskus im April 2025 an: Dies sei zwar ein trauriges Ereignis gewesen, habe aber die Welt geeint.

