Weimer: Weihnachtsmärkte haben eine religiöse Bedeutung

Weimer: Weihnachtsmärkte haben eine religiöse Bedeutung

Berlin (epd). Für Kulturstaatsminister Wolfram Weimer (parteilos) überwiegt auf Weihnachtsmärkten die christliche Bedeutung den Kommerz. „Für mich haben Weihnachtsmärkte eine religiöse Bedeutung“, sagte Weimer der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (Sonntag, online). „Sie schaffen Bewusstsein für eine heilige Zeit. Sie schaffen Türen in eine andere Welt und weiten den Horizont unseres Seins.“

Auch wenn der Weihnachtsmarkt kein Gottesdienst sei, trage er mit Weihnachtsliedern, Glühwein und gebrannten Mandeln zur religiösen Einkehr bei, sagte Weimer: „Einen Weihnachtsmarkt sehe ich wie eine Art Vorfeldorganisation der inneren Erbauung.“

Berufswunsch Priester

Als frühen Berufswunsch nannte der Kulturstaatsminister das Priesteramt: „In meiner Jugend wollte ich sogar mal Pfarrer werden. Das war ein ganz ernsthafter Lebensplan“, sagte Weimer. Er sei drei Monate bei den Jesuiten gewesen und habe sich geprüft. „Am Ende habe ich dann eine glückliche Ehe gefunden.“ Bis heute sei ihm eine „Herzensbindung zur Kirche“ geblieben, sagte Weimer weiter. Er gehöre zu den Christen, „die mehr als nur einmal im Jahr einen Gottesdienst besuchen“.