1.500 Sänger bei Kirchenfest in der Kulturhauptstadt Chemnitz

1.500 Sänger bei Kirchenfest in der Kulturhauptstadt Chemnitz
Die Kirchen stellen sich in der Kulturhauptstadt Chemnitz mit einem eigenen Programm vor. Am Wochenende wird ein Kulturkirchenfest gefeiert. Höhepunkt: Ein Konzert mit 70 Chören.

Chemnitz (epd). Tausende Menschen sind am Samstag in der Europäischen Kulturhauptstadt Chemnitz zu einem zweitägigen Kulturfest der Kirchen zusammengekommen. Auf dem Neumarkt gaben am Nachmittag fast 70 Chöre mit insgesamt 1.500 Sängerinnen und Sängern aus der Region und aus Tschechien gemeinsam mit der Elblandphilharmonie ein Konzert. Am Sonntag soll das ökumenische Fest, das unter dem Motto „Geht und seht“ steht, mit einem Open-Air-Gottesdienst seinen Abschluss finden.

Das Fest ist Teil des Kirchenprogramms anlässlich des Kulturhauptstadtjahres 2025. Das Programm bietet zahlreiche Konzerte, Diskussionen, Bibelarbeiten und Begegnungen. Sachsens evangelischer Landesbischof Tobias Bilz betonte, dass Kirchen auch mit Kunst und Kultur „in die Welt hineinwirken“ sollten. Er rief Christinnen und Christen dazu auf, sichtbar zu sein, in öffentliche Räume zu gehen und sich mit ihren Themen zu zeigen. Das Kulturkirchenfest sei ein mutmachendes Beispiel dafür. Kunst habe für den Glauben und die Art, wie über Glauben gesprochen werde, große Bedeutung.

Die katholische Beauftragte für die europäische Kulturhauptstadt, Ulrike Lynn, sagte, Chemnitz 2025 sei mehr als ein Veranstaltungsprogramm. Die Kulturhauptstadt habe Kreativität angestoßen. „Viele haben gespürt, dass sie mitgestalten können“, sagte Lynn.

Der Bischof des katholischen Bistums Dresden-Meißen, Heinrich Timmerevers, zeigte sich überzeugt, dass die gemeinsamen Aktivitäten der Kulturkirche Chemnitz 2025 die Konfessionen stärker zusammengebracht haben. „Da ist Ökumene gewachsen“, sagte Timmerevers. Allein dafür habe sich die Anstrengung gelohnt. Er erlebe die Zusammenarbeit als ein „konstruktives, frohes Miteinander“.

Für Samstagabend waren beim Kulturkirchenfest etliche Konzerte geplant. Erwartet wurden unter anderem der Liedermacher Gerhard Schöne und der Popsänger Samuel Rösch. Chemnitz ist noch bis Ende November europäische Kulturhauptstadt. Das Programm steht unter dem Motto „C the Unseen“.