Argentinien: Präsident Milei bricht nach Angriff Wahlveranstaltung ab

Argentinien: Präsident Milei bricht nach Angriff Wahlveranstaltung ab

Berlin, Buenos Aires (epd). Der argentinische Präsident Javier Milei hat wegen Angriffen von Gegnern eine Wahlveranstaltung abgebrochen. Er und weitere Politiker seiner Partei seien am Mittwoch (Ortszeit) in einem Vorort der Hauptstadt Buenos Aires mit Steinen und Stöcken attackiert worden, berichtete die Online-Zeitung „ElDiarioAr“. Anhänger der Opposition hätten sich versammelt, um gegen den ultraliberalen Präsidenten zu demonstrieren. Bei einer Straßenblockade warfen sie demnach Steine auf den Pick-up, auf dessen Ladefläche Milei in einer Karawane durch das Viertel fuhr. Bei dem Angriff wurde nach bisherigem Kenntnisstand niemand verletzt.

Am 7. September wird in der Provinz Buenos Aires ein neuer Gouverneur gewählt. Amtsinhaber Axel Kicillof gilt als einer der wichtigsten Vertreter der peronistischen Opposition. Die Wahl gilt als richtungsweisend für die Regierung Milei, die derzeit wegen Korruptionsvorwürfen unter Druck steht.

Milei machte die peronistische Opposition für den Angriff verantwortlich. Auf der Plattform X veröffentlichte er nach dem Vorfall ein Foto mit seiner Schwester und dem Gouverneurskandidaten seiner Partei „La Libertad Avanza“ (Die Freiheit schreitet voran). Sie hätten die Angriffe heil überstanden, „die ideenlosen Steineschmeißer haben wieder auf Gewalt zurückgegriffen“. Vertreter der Opposition äußerten sich bislang nicht.

Die Provinz ist mit rund 18 Millionen Einwohnern die bevölkerungsreichste Region des Landes, der Kern der Hauptstadt Buenos Aires gehört allerdings nicht dazu.