Fairhandelshaus GEPA steigert Jahresumsatz um 5,2 Prozent

Fairhandelshaus GEPA steigert Jahresumsatz um 5,2 Prozent
Die Fair-Handelsorganisation GEPA hat ihren Jahresumsatz um 5,2 Prozent auf 61,5 Millionen Euro gesteigert. Die Verbraucher seien bereit, für fair gehandelte Produkte mehr zu bezahlen, sagte Vertriebs-Geschäftsführer Thomas Speck am Montag in Wuppertal.

Die Nachfrage nach Kaffeespezialitäten wie Espresso habe trotz höherer Preise im Geschäftsjahr 2011/2012 zugenommen. Dies zeige, dass es vielen Menschen wichtig sei, den Blick nicht nur auf den eigenen Profit, sondern auch auf die Menschen im Süden zu richten, betonte Speck. Im fairen Handel erhalten die Produzenten stabilere und meist höhere Preise als am Weltmarkt und die Lieferbeziehungen sind langfristig angelegt.

Am deutlichsten stiegen die GEPA-Erlöse bei der Belieferung von Lebensmittel-, Bio- und Naturkostläden - um 15,6 Prozent auf 20,3 Millionen Euro. Der Vertrieb über das Internet brachte mit einen Umsatz von 523.000 Euro 15,2 Prozent mehr als im Vorjahr. Beim Verkauf an Firmenkantinen und Bildungseinrichtungen wuchs der Umsatz um 11,2 Prozent auf sieben Millionen Euro.

Auf Vorjahresniveau hingegen blieb der Erlös aus dem Vertrieb an die 800 Weltläden und 6.000 Aktionsgruppen. Der wichtigste Bereich für das Handelshaus setzte 22,8 Millionen Euro um. Einen Rückgang von 3,9 Prozent verzeichnete die GEPA im Bereich Ausland/Verarbeiter mit 10,81 Millionen Euro. Darin enthalten sind die Handelsbeziehungen mit anderen Fair-Handelsorganisationen im europäischen Raum und die Belieferung von mittelständischen Herstellern in Deutschland.

Mehr Lebensmittel, weniger Handwerksartikel verkauft

Bei den einzelnen Produktsparten war die Bilanz gemischt. Während die Lebensmittel um 4,3 Prozent zulegten, brach der Umsatz bei Handwerksartikeln um 19,7 Prozent ein. Grund dafür seien Umstellungen beim Vertrieb an die Weltläden gewesen. Das Handelshaus schloss im vergangenen Jahr zwei Regionalzentren. Aus diesem Grund seien Verzögerungen im Vertrieb entstanden, bis die Belieferung von Wuppertal aus habe gewährleistet werden können, erläuterte GEPA-Sprecherin Barbara Schimmelpfennig dem epd.

Die Fairhandelsgesellschaft GEPA wird von kirchlichen Hilfswerken und Organisationen getragen. Handelspartner sind Produzenten in rund 190 Genossenschaften und Vermarktungsorganisationen in Afrika, Asien und Lateinamerika, von denen die GEPA Lebensmittel, Handwerksartikel und Textilien bezieht. Die Produkte sind bundesweit in Welt- und Bioläden, aber auch in vielen Supermärkten erhältlich.

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