Haftbefehl gegen Terrorverdächtigen in Duisburg erlassen

Haftbefehl gegen Terrorverdächtigen in Duisburg erlassen
Terrorverdacht gegen einen 29-Jährigen aus Duisburg: Er soll sich dazu bereit erklärt haben, einen Anschlag auf eine pro-israelische Demonstration zu verüben. Der Generalstaatsanwalt ermittelt, es wurde Haftbefehl erlassen.

Düsseldorf, Duisburg (epd). Das Amtsgericht Duisburg hat gegen den am Dienstag in Duisburg vorläufig festgenommenen 29-jährigen Terrorverdächtigen Haftbefehl erlassen. Der Mann sei dringend verdächtig, sich gegenüber einem Chatpartner in Syrien ausreichend konkret zur Begehung eines islamistisch motivierten Anschlages bereit erklärt zu haben, teilte die Generalstaatsanwaltschaft Düsseldorf am Mittwoch mit. Mögliches Anschlagsziel soll eine pro-israelische Demonstration gewesen sein.

Die Zentralstelle Terrorismusverfolgung NRW bei der Generalstaatsanwaltschaft Düsseldorf hat die Ermittlungen übernommen. Ermittelt wird den Angaben zufolge wegen des Verdachts der Verabredung zu einem Verbrechen, nämlich Mord und Totschlag. Bei dem Tatverdächtigen handele es sich um einen 29-Jährigen mit deutscher Staatsangehörigkeit. 2017 habe das Oberlandesgericht Düsseldorf den Mann unter anderem wegen der Mitgliedschaft in der ausländischen terroristischen Vereinigung „IS“ (Islamischer Staat) zu einer Jugendstrafe von fünf Jahren verurteilt.