Deutschland richtet internationalen Gipfel für Rechte Behinderter aus

Deutschland richtet internationalen Gipfel für Rechte Behinderter aus

Deutschland wird als einer von drei Ausrichtern im Frühjahr 2025 den nächsten weltweiten Gipfel für die Rechte von Menschen mit Behinderungen organisieren. Bundesentwicklungsministerin Svenja Schulze (SPD) kündigte zum Internationalen Tag der Menschen mit Behinderungen am Samstag an, neben Deutschland seien auch Jordanien und die International Disability Alliance Ausrichter des dritten "Global Disability Summit" in Berlin.

Ziel sei, die weltweite Umsetzung der Behindertenrechtskonvention der Vereinten Nationen entwicklungspolitisch zu unterstützen und voranzubringen. Die ersten beiden Gipfel fanden demnach 2018 in London und 2022 in Oslo statt. Das Gipfeltreffen in Berlin werde globale, regionale und nationale Akteure zusammenbringen, die das gleiche Ziel verfolgten: die Rechte von Menschen mit Behinderungen zu stärken, um deren Lebensbedingungen weltweit zu verbessern.

Schulze kritisierte, die Belange von weltweit rund einer Milliarde Menschen mit Behinderungen stünden "noch viel zu selten im Fokus - in Deutschland und weltweit". Rund 80 Prozent der Menschen mit Behinderungen lebten in Entwicklungs- und Schwellenländern. Oft seien sie vom gesellschaftlichen und beruflichen Leben ausgeschlossen. "Inklusion voranzubringen heißt letztlich, Diskriminierungen in einer Gesellschaft zu beseitigen. Davon profitieren alle", sagte die Ministerin.

Co-Gastgeber Jordanien ist Schulze zufolge einer der internationalen Vorreiter für Inklusion und eines der ersten Länder, das die UN-Behindertenrechtskonvention unterzeichnet hat.