Lauterbach: Jeder soll eine vierte Impfung bekommen können

Lauterbach: Jeder soll eine vierte Impfung bekommen können

Die Bundesregierung will allen Bürgerinnen und Bürgern ein Angebot über eine vierte Impfung gegen das Coronavirus machen. Das kündigte Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) bei der Vorstellung einer neuen Impfstrategie am Mittwoch in Berlin an. "Wir müssen auf alle Eventualitäten vorbereitet sein. Die Pandemie ist noch nicht vorbei", sagte der Minister: "Wir möchten all denjenigen, die das brauchen oder wünschen, eine vierte Impfung anbieten können."

Trotz eines Überschusses an Impfdosen werde die Bundesregierung weitere Impfdosen bestellen, die zukünftig benötigt werden könnten, hieß es. Dafür werden nach Angaben des Ministers insgesamt 830 Millionen Euro bereitgestellt. "Eine Lehre aus der Pandemie ist: Nie wollen wir wieder zu wenig Impfstoff haben", sagte Lauterbach. Darüber hinaus würden Impfzentren weitergeführt und mit 100 Millionen Euro pro Monat unterstützt. Zudem arbeite das Ministerium an einer möglichen Impfkampagne für den Herbst.

Zur Bekämpfung der Pandemie brauche es neben einer Impfstrategie und dem nötigen Impfstoff unter anderem auch ein funktionierendes Infektionsschutzgesetz, sagte Lauterbach. "Wir gehen davon aus, dass wir im Herbst gut vorbereitet sind." Unklar sei jedoch, welche Virusvarianten in den kommenden Monaten auftauchen könnten.

Bislang sind in Deutschland nach Angaben des Bundesgesundheitsministeriums mindestens 63,1 Millionen Menschen und somit 75,8 Prozent der Gesamtbevölkerung zweimal geimpft und somit grundimmunisiert. Eine Auffrischungsimpfung haben bislang insgesamt 59,6 Prozent der Bevölkerung erhalten. Eine zweite Auffrischungsimpfung und somit insgesamt vier Impfungen haben dem Ministerium zufolge 5,6 Prozent der Deutschen erhalten. Bis Mittwoch sind in Deutschland den Angaben zufolge insgesamt 179,5 Millionen Impfdosen verteilt worden.