Kathrin Oxen tritt als Leiterin des Reformierten Bundes zurück

Kathrin Oxen tritt als Leiterin des Reformierten Bundes zurück

Hannover (epd). Die Leiterin des Reformierten Bundes, Moderatorin Kathrin Oxen, legt ihr Amt vorzeitig nieder. Aufgrund erheblicher zusätzlicher Arbeitsbelastungen in ihrer Berliner Kirchengemeinde sehe sie keine andere Möglichkeit, teilte die 49-jährige Theologin am Dienstag in Hannover mit. Ihre Nachfolgerin oder ihr Nachfolger solle bereits bei der nächsten Hauptversammlung vom 12. bis 14. Mai in Halle/Saale gewählt werden. So lange bleibe sie im Amt. Zum Reformierten Bund gehören eigenen Angaben zufolge rund 1,5 Millionen evangelisch-reformierte Christen in ganz Deutschland.

Oxen wurde am 20. September 2019 in Berlin als erste Frau ins Moderatorenamt des Reformierten Bundes gewählt. Seit Dezember 2018 ist sie zudem Pastorin an der Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche in Berlin.

Die Entscheidung sei ihr nicht leichtgefallen, sagte die aus Ostholstein stammende Pastorin. Sie dankte dem Reformierten Bund für die gute Zusammenarbeit und die gemeinsam entwickelten Projekte. Das Moderamen genannte Leitungsgremium des Reformierten Bundes bedauerte den Abschied von Oxen. Gemeinsam mit ihr sei unter anderem die Kooperation des Reformierten Bundes mit der Union Evangelischer Kirchen (UEK) in der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) weiterentwickelt worden.

Der Moderator oder die Moderatorin ist das „Gesicht und Stimme des Reformierten Bundes“. Er oder sie hat vor allem repräsentative Aufgaben und leitet das Moderamen. Dem als Verein organisierten Reformierten Bund gehören Einzelpersonen sowie die Evangelisch-reformierte Kirche mit Sitz in Leer und die Lippische Landeskirche an. Dazu kommen zahlreiche Kirchengemeinden vor allem aus den unierten Kirchen im Rheinland, in Westfalen, in Bremen und in Hessen-Nassau. 2005 verlegte der Reformierte Bund seinen Sitz nach Hannover. Dort befindet er sich seit 2014 mit der Weltgemeinschaft Reformierter Kirchen unter dem selben Dach.