Trauerfeier nach Massaker in Vertriebenenlager im Ostkongo

Trauerfeier nach Massaker in Vertriebenenlager im Ostkongo

Nach dem Massaker an Bewohnern eines Vertriebenenlagers im Osten der Demokratischen Republik Kongo ist der Toten am Freitag mit einer Trauerfeier gedacht worden. An der Zeremonie in dem Lager nahmen Vertreter aus der Politik und Militärs teil, wie der Sender Radio Okapi berichtete. In der Nacht zu Mittwoch waren bei einem Angriff auf das Flüchtlingslager in der Provinz Ituri Dutzende Menschen getötet worden.

Bewaffnete hatten die Bewohner mit Macheten und Gewehren angegriffen. Laut Radio Okapi wurden dabei mindestens 53 Menschen getötet und Dutzende weitere verletzt. Um der Toten zu gedenken, bleiben in der Provinzhauptstadt Bunia noch bis Samstag viele Geschäfte geschlossen.

In der Region sind zahlreiche Milizen aktiv, die sich Kämpfe mit der kongolesischen Armee liefern und immer wieder auch die Zivilbevölkerung angreifen. Laut einem Forschungsprojekt der Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch und der Universität New York steht die Rebellenallianz Codeco-URDPC hinter dem Angriff.