Demokratieprojekte warnen vor Krise wegen Corona-Protesten

Demokratieprojekte warnen vor Krise wegen Corona-Protesten

Thüringer Demokratieprojekte sehen in den anhaltenden Corona-Protesten im Freistaat die größte rechtsextreme Mobilisierung seit Jahren. Die zunehmende Radikalisierung entwickele sich zu einer dauerhaften Krise für die Demokratie, warnen die Opferberatungen Mobit und ezra, das Jenaer Institut für Demokratie und Zivilgesellschaft (IDZ) sowie das Zentrum für Rechtsextremismusforschung, Demokratiebildung und gesellschaftliche Integration der Universität Jena (KomRex) in einer am Mittwoch in Erfurt veröffentlichten Erklärung.

Die wöchentliche Teilnahme von landesweit bis zu Zehntausenden Menschen an den Protesten, die von demokratiefeindlichen Ideologien geprägt seien und die mit einer Zunahme rechter Bedrohungen und Gewalt einhergehe, verdeutliche die hohe Eskalationsstufe. "Auch wenn nur ein Teil der Protestierenden der extremen Rechten zugeordnet werden kann, so sind demokratiefeindliche Ideologien, wie Antisemitismus, Verschwörungserzählungen und Autoritarismus, der gemeinsame Nenner", erklärte Romy Arnold von Mobit.