Statistik: Deutsche essen weniger Pommes und mehr frische Kartoffeln

Statistik: Deutsche essen weniger Pommes und mehr frische Kartoffeln

Der Verbrauch von Kartoffeln ist in Deutschland im Wirtschaftsjahr 2020/21 um zwei Kilo auf 59,4 Kilo pro Kopf gestiegen. Während der Verzehr von Kartoffelerzeugnissen um 400 Gramm zurückging, stieg der Verbrauch von Speisefrischkartoffeln um rund drei Kilo auf 24,2 Kilo pro Person, wie die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung am Montag in Bonn mitteilte. Damit habe sich der Trend der vergangenen beiden Jahre fortgesetzt. Das Wirtschaftsjahr 2020/21 umfasst den Zeitraum von Juli 2020 bis Juni 2021.

Hauptgründe für den Rückgang bei Produkten wie Pommes frites, Kartoffelsalat oder Chips seien coronabedingten Einschränkungen beim Außer-Haus-Verzehr, hieß es. Stattdessen seien verstärkt Mahlzeiten in privaten Haushalten zubereitet worden. Da es für Kartoffeln, die für die Pommes-frites-Erzeugung bestimmt waren, Absatzprobleme gegeben habe, seien diese teilweise zu Stärke verarbeitet oder in die Tierfütterung gegeben worden.

2020/21 seien 68 Prozent der Knollen für den Nahrungsverbrauch verwendet worden, zwei Prozentpunkte weniger als ein Jahr zuvor, teilte die Bundesanstalt mit. Die Anbaufläche habe 2021 mit rund 258.000 Hektar um sechs Prozent unter dem Vorjahr gelegen - zum ersten Mal seit fünf Jahren sei sie nicht erweitert worden. Die Erntemenge sank den Angaben zufolge um neun Prozent auf 10,6 Millionen Tonnen Kartoffeln.