Honduras wählt inmitten einer katastrophalen Wirtschaftskrise

Honduras wählt inmitten einer katastrophalen Wirtschaftskrise

Mehr als 5,3 Millionen Honduranerinnen und Honduraner waren am Sonntag zu Präsidentschafts- und Parlamentswahlen aufgerufen. Die Wahlen standen unter dem Vorzeichen einer katastrophalen wirtschaftlichen Situation. Bei Umfragen vor der Wahl führte die Kandidatin der linken Oppositionspartei Libre, Xiomara Castro, gegen den Anwärter der konservativen Regierungspartei Partido Nacional (PN), Nasry Asfura.

Wegen der Corona-Pandemie und zwei zerstörerischer Hurrikans stieg die Armut in Honduras im vergangenen Jahr von knapp 60 Prozent im Jahr 2019 auf 70 Prozent an. 45 Prozent der Bevölkerung gelten als extrem arm. Hunderttausende sind in den letzten Jahren wegen fehlender Arbeitsmöglichkeiten, Hunger und Gewalt Richtung USA geflüchtet. Seit 2014 wird das Land von dem PN-Politiker Juan Orlando Hernández regiert, der wegen seines repressiven Vorgehens gegen Oppositionelle in der Kritik steht.

Nach der letzten Präsidentschaftswahl 2017 wurden gegen die PN Fälschungsvorwürfe laut. Kritiker befürchten nun, dass die PN auch den Wahlausgang am Sonntag fälschen werde.