Anti-Terroreinsatz der EU in Mosambik vor Start

Anti-Terroreinsatz der EU in Mosambik vor Start

In Mosambik nimmt die militärische Trainingsmission der Europäischen Union (EUTM Mosambik) am Mittwoch die Arbeit auf. Das sagte ein Sprecher der Mission dem Evangelischen Pressedienst (epd) in der Hauptstadt Maputo. Die Mission erreiche ihre volle Stärke von 140 Ausbildern voraussichtlich im Dezember und richte sich an Mitglieder des mosambikanischen Kommandos sowie an die Seestreitkräfte. Ziel sei unter anderem die Bildung einer schnellen Eingreiftruppe für den Kampf gegen den Terrorismus. Das Mandat ist zunächst auf zwei Jahre begrenzt. Anders als in Mali und zuvor in Afghanistan ist Deutschland nicht mit eigenem Personal an der Mission beteiligt.

Seit Ende 2017 greifen islamistische Kämpfer in der nördlichen Provinz Cabo Delgado staatliche Einrichtungen, Siedlungen und die Zivilbevölkerung an. Mindestens 3.000 Menschen wurden getötet und 800.000 weitere vertrieben. Die mosambikanische Armee hat den Vormarsch der Kämpfer nicht stoppen können. Nachdem auch der Einsatz russischer und südafrikanischer Söldner keine Fortschritte gebracht hatte, bat Präsident Filipe Nyusi international um Hilfe.

Zuletzt haben Truppen aus Ruanda, die an der Seite der mosambikanischen Streitkräfte kämpfen, die Milizen in einigen Gebieten zurückgedrängt. Soldaten aus den USA und Portugal sind im Land, um mosambikanische Soldaten zu trainieren. Die EU beschloss im Juli die Trainingsmission, die unter dem Kommando der früheren Kolonialmacht Portugal stehen wird.

Der EUTM-Sprecher sagte, an zwei Standorten würden vor allem die Vorbereitung militärischer Operationen trainiert ebenso wie Anti-Terrormaßnahmen und der Schutz von Zivilisten. Auch Kenntnisse der internationalen Menschenrechte sollten vermittelt werden. Eine Beteiligung an Kampfhandlungen ist für die EUTM in Mosambik ausdrücklich nicht vorgesehen und die Ausbildungsorte liegen weit entfernt von Gebieten, in denen Kämpfe stattfinden.