Pax christi: Militärische CO2-Emissionen bei Klimagipfel mit bedenken

Pax christi: Militärische CO2-Emissionen bei Klimagipfel mit bedenken

Die internationale katholische Friedensbewegung pax christi fordert, militärisch verursachte CO2-Emissionen beim UN-Klimagipfel in die Verhandlungsmasse aufzunehmen. Die Delegiertenversammlung der deutschen pax-christi-Sektion beschloss, sich einer entsprechenden weltweiten Petition anzuschließen, wie die Bewegung am Donnerstag in Berlin mitteilte. Der militärische-industrielle Komplex sei weltweit ein bedeutender Verursacher von gravierenden Umweltschäden und habe einen großen Ressourcenverbrauch, so pax christi. Der UN-Klimagipfel findet vom 31. Oktober bis 12. November in Glasgow statt.

Alleine das US-Militär produziere mehr Treibhausgase als Staaten wie Portugal oder Peru, heißt es in der Mitteilung. In einer Flugstunde des Eurofighters würden beispielsweise 3.500 Liter Treibstoff verbrannt, dies entspreche elf Tonnen CO2-Äquivalente. In den bisherigen UN-Klimakonferenzen seien die militärischen Treibhausgasemissionen nicht mitberücksichtigt worden. Die Staaten seien lediglich aufgefordert, die militärischen Emissionen in den Blick zu nehmen und eigene Regelungen zu finden, verbindliche Vereinbarungen gebe es aber nicht. Die Initiative "Stop Excluding Military Pollution from Climate Agreements" fordert die Teilnehmer des Gipfels in einer gleichnamigen Petition auf, das zu ändern.