Ärztepräsident begrüßt Überlegungen zum Ende der epidemischen Lage

Ärztepräsident begrüßt Überlegungen zum Ende der epidemischen Lage

Der Präsident der Bundesärztekammer, Klaus Reinhardt, unterstützt den Vorstoß von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) für ein Ende der epidemischen Lage. Die meisten Menschen der besonders gefährdeten Bevölkerungsgruppen seien geimpft, die Situation in den Krankenhäusern sei stabil, sagte der Allgemeinmediziner der "Neuen Westfälischen" (Mittwoch).

Am Montag hatte sich Bundesgesundheitsminister Spahn (CDU) dafür ausgesprochen, die sogenannte epidemische Lage zur Eindämmung des Coronavirus Ende November auslaufen zu lassen. Die "epidemische Lage von nationaler Tragweite" gilt seit März 2020 und wurde zuletzt bis zum 24. November 2021 verlängert.

Bundesärztekammer-Präsident Reinhardt betonte: "Auch wenn im Herbst und Winter die Zahl der Corona-Infektionen steigen wird, besteht zum jetzigen Zeitpunkt kein Grund zur Panik". Er finde es richtig, "dass wir jetzt eine Debatte darüber führen, wann und wie wir die Beschränkungen des öffentlichen Lebens beenden können".

Wo dies ohne Gefahr möglich sei, solle man bereits jetzt mehr Normalität zulassen. "Ein guter Weg ist es, die 2G-Regelung ohne Maske und Abstand als Option für das Gastgewerbe, für den Sport und die Veranstaltungsbranche einzuführen", erklärte Reinhardt. Angebote des Öffentlichen Lebens, auf die die Menschen zwingend angewiesen sind, wie etwa der öffentliche Nah- und Fernverkehr, sollten dagegen nach Ansicht des Ärztepräsidenten weiterhin allen Menschen zugänglich bleiben.