Verbraucherschutz und Mieterbund fordern Entlastung bei Energiekosten

Verbraucherschutz und Mieterbund fordern Entlastung bei Energiekosten

Verbraucherschützer und Mieterbund dringen angesichts stark gestiegener Energiekosten auf eine Entlastung einkommensarmer Haushalte. Neben den Entwicklungen auf dem weltweiten Öl- und Gasmarkt seien vor allem staatliche und regulative Fehlanreize für die Verteuerung verantwortlich, kritisierten der Deutsche Mieterbund und der Verbraucherzentrale Bundesverband am Donnerstag in Berlin. Dazu gehörten die hohe Besteuerung des Strompreises und die einseitige Belastung der Mieterinnen und Mieter beim CO2-Preis.

In einem Positionspapier fordern Verbraucherschützer und Mieterbund, den Umstieg auf erneuerbare Energien zu beschleunigen. Die Preisschwankungen am Gasmarkt machten deutlich, dass es auch mit Blick auf die Versorgungssicherheit im deutschen Interesse sei, sich möglichst schnell unabhängiger von fossilen Energieträgern zu machen. Zu den konkreten Forderungen gehören neben anderen, in die Berechnung des Wohngeldes die realen Energiekosten einzubeziehen, die Umlage der CO2-Bepreisung auf die Mieten abzuschaffen oder zumindest deutlich zu senken und die Belastungen durch die Stromsteuer zu mildern.

Zudem sprachen sich der Deutsche Mieterbund und der Verbraucherzentrale Bundesverband dafür aus, Strom- und Gassperren infolge von Zahlungsrückständen zu verhindern. Eine entsprechende gesetzliche Ausnahme sei bereits im vergangenen Jahr als Reaktion auf die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie geschaffen worden.