Antibiotika-Pegel erstmals über den Atem messbar

Antibiotika-Pegel erstmals über den Atem messbar

Einem Freiburger Forschungsteam ist es erstmals gelungen, die Antibiotika-Konzentration über den Atem zu bestimmen. Bisher habe man im Atem nur Spuren von Antibiotika nachweisen können, teilte die Universität Freiburg am Dienstag mit. Das neue Verfahren, das zunächst an Schweinen, die Antibiotika im Körper hatten, getestet wurde, stelle den Angaben zufolge eine kleine Revolution dar: Denn bei Patienten mit schweren Infektionen müssen Ärzte den Antibiotikapegel im Blut stabil halten. Ansonsten drohten etwa Blutvergiftung und Organversagen. Bei zu niedriger Antibiotika-Gabe könnten sich die Bakterien außerdem so verändern, dass die Medikamente nicht mehr wirkten.

Die schnelle Überwachung der Antibiotika-Werte wäre in der Klinik daher von großem Nutzen, teilte das Freiburger Zentrum für interaktive Werkstoffe und bioinspirierte Technologien weiter mit. Denn eine schnelle Überwachung der Antibiotika-Konzentration ermögliche, dass Medikamente gegen Infektionskrankheiten vor Ort auf den Patienten zugeschnitten dosiert werden könnten. Auch das Risiko resistenter Bakterienstämme könne auf diese Weise verringert werden.