Unicef mahnt schnellstmögliche Öffnung von Schulen weltweit an

Unicef mahnt schnellstmögliche Öffnung von Schulen weltweit an

Unicef hat an Regierungen weltweit appelliert, noch wegen der Corona-Pandemie geschlossene Schulen schnellstmöglich wieder zu öffnen. Seit Beginn der Pandemie und der damit verbundenen Lockdowns hätten Schulkinder auf der ganzen Welt bereits schätzungsweise 1,8 Billionen Stunden an Präsenzunterricht verpasst, teilte das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen am Freitag in New York mit. In rund 27 Prozent der Länder weltweit seien die Schulen immer noch ganz oder teilweise geschlossen. Dadurch bleibe Mädchen und Jungen der Zugang zu Bildung und anderen wichtigen Unterstützungsangeboten verwehrt.

"Wir vernachlässigen eine ganze Generation, deren Psyche und Zukunft auf dem Spiel steht", erklärte UN-Generalsekretär António Guterres. "Wir müssen der Wiedereröffnung von Schulen Vorrang einräumen und diejenigen unterstützen, die während der Pandemie zu kurz gekommen sind. Wir dürfen nicht weiter Zeit verlieren."

Um auf die Bildungskrise aufmerksam zu machen, hat Unicef nach eigenen Angaben am Freitag am Hauptsitz der Vereinten Nationen in New York die Installation "No Time to Lose" ("Keine Zeit zu verlieren") enthüllt. Sie besteht aus einem Modell-Klassenzimmer mit leeren Tischen und Stühlen sowie einer Tafel, auf der eine Uhr in Echtzeit die wachsende Zahl an verpassten Präsenz-Unterrichtsstunden anzeigt.

Die Installation wurde im Vorfeld der Generaldebatte der 76. Tagung der Vollversammlung der Vereinten Nationen aufgebaut, die am kommenden Dienstag beginnt. Sie soll den Angaben zufolge bis zum 27. September zu sehen sein.