Razzia gegen Schleuserbande

Razzia gegen Schleuserbande

Die Berliner Polizei und die Bundespolizei sind am Dienstag gegen eine mutmaßliche Schleuserbande vorgegangen. Dabei seien in der Hauptstadt zehn Wohnungen und drei Geschäftsräume durchsucht und ein 65-jähriger Vietnamese festgenommen worden, teilten Generalsstaatsanwaltschaft und Polizei in Berlin mit.

Bei den bislang elf Tatverdächtigen im Alter zwischen 34 und 65 Jahren handele es sich um deutsche und vietnamesische Staatsangehörige. Ihnen wird banden- und gewerbsmäßiges Einschleusen von Ausländern in Verbindung mit dem Erschleichen von Aufenthaltstiteln vorgeworfen.

Die Bande soll Scheinehen und missbräuchliche Vaterschaftsanerkennungen zwischen vietnamesischen Frauen und deutschen Männern vermittelt haben. Damit erhält die Mutter ein Bleiberecht für Deutschland. Nachweislich ermittelt wurden laut Polizei bislang 80 Fälle.

Die Bande soll pro nach Deutschland geschleuster Person zwischen 10.000 und 20.000 Euro gefordert haben. Auf diesem Weg soll sie einen Umsatz von mindestens 1,57 Millionen Euro und einen Gewinn von etwa 700.000 Euro erzielt haben. Die Ermittlungen dazu liefen den Angaben zufolge seit Dezember 2019.