Tausende demonstrieren für klimagerechte Zukunft

Tausende demonstrieren für klimagerechte Zukunft
Mehrere Tausend Menschen haben am Freitag in Frankfurt am Main für eine klimagerechte Zukunft demonstriert. Im Fokus des zentralen Klimastreiks der "Fridays for Future"-Bewegung stand die Finanzbranche.

In Frankfurt am Main sind am Freitag Menschen aus ganz Deutschland zusammengekommen, um für eine klimagerechte Zukunft zu demonstrieren. Insgesamt seien rund 15.000 Personen dem Aufruf der "Fridays for Future"-Bewegung zu dem zentralen Klimastreik gefolgt, sagte ein Sprecher der Frankfurter Ortsgruppe dem Evangelischen Pressedienst (epd). Dagegen sprach die Polizei von höchstens 5.000 Teilnehmenden. Die Demonstration sei weitgehend friedlich verlaufen.

Der Protesttag begann am Mittag mit einer Fahrraddemonstration von Offenbach zur Europäischen Zentralbank. Später führten Demonstrationszüge zur Auftaktkundgebung an die Alte Oper, wo unter anderen Vertreter des Vereins "Urgewald" und des "Ya-Basta-Netzwerks" sprachen. Im Anschluss startete von dort aus die Hauptdemonstration durch das Bankenviertel.

Bei den Protesten lag der Fokus auf den Banken und den Finanzunternehmen. Die Kritik richtete sich dabei gegen milliardenschwere Investitionen in klimaschädliche Projekte und fossile Brennstoffe wie Kohle, Öl und Gas. Die Demonstranten trugen Transparente mit Aufschriften wie "Unsere Zukunft steht nicht zum Verkauf!" oder "Kämpfen für eine Zukunft für alle!"

"Der Finanzsektor finanziert die Klimakrise und verkauft unsere Zukunft", sagte Paul Brandes von "Fridays for Future Frankfurt" dem Evangelischen Pressedienst (epd). In Anbetracht der bereits jetzt in Form von Waldbränden, Hitzewellen und Überflutungen spürbaren Folgen der Krise sei sofortiges Handeln gefordert.

Zu der Demonstration hatten sich Aktivistinnen und Aktivisten von "Fridays for Future" aus mehr als 70 Städten angemeldet. Dabei waren auch Vertreter von Greenpeace, Seebrücke, Ende Gelände, der ver.di-Jugend und der Partei "Die Linke".