Immer mehr Menschen im Ahrtal benötigen psychosoziale Hilfen

Immer mehr Menschen im Ahrtal benötigen psychosoziale Hilfen

Zweieinhalb Wochen nach der verheerenden Unwetterkatastrophe registrieren die Behörden im Ahrtal einen wachsende Bedarf an psychosozialer Notfallversorgung. In den teilweise stark zerstörten Ortschaften der Region seien mittlerweile über 100 Fachkräfte im Einsatz, gab der Leiter des Krisenstabs, Heinz Wolschendorf, am Sonntag in Bad Neuenahr-Ahrweiler bekannt. Sie würden den Betroffen mit "Rat und Tat" zur Seite stehen.

Wolschendorfs Worten zufolge arbeiten im Ahrtal zurzeit rund 4.700 Einsatzkräfte an der Bewältigung der Unwetter-Folgen. Ein aktueller Schwerpunkt ihrer Arbeit sei die Wiederherstellung der Wasserversorgung. Das Technische Hilfswerk habe inzwischen fünf Wasseraufbereitungsanlagen in Betrieb genommen, eine sechste sei aktuell im Aufbau.

Die Polizei ist unterdessen noch immer intensiv mit der Suche nach Vermissten und der Identifizierung von Toten beschäftigt. Bislang haben die rheinland-pfälzischen Behörden offiziell 135 Todesopfer bestätigt, von denen aber erst 87 identifiziert werden konnten. Davon entfielen 134 auf das Ahrtal. Ein weiter Mensch kam in der ebenfalls vom Starkregen schwer betroffenen Region Trier ums Leben. 59 Menschen würden seit der Hochwasser-Nacht noch immer vermisst, erklärte Polizeidirektor Edmondo Steri.