Islamisches Zentrum Hamburg mit Parolen beschmiert

Islamisches Zentrum Hamburg mit Parolen beschmiert

Unbekannte haben die Wände des Islamischen Zentrums Hamburg (IZH) beschmiert. Wie die Polizei am Sonntag dem Evangelischen Pressedienst (epd) bestätigte, wurden dabei am Samstag Parolen in der persischen Sprache Farsi aufgetragen. Eine genaue Übersetzung konnte der Sprecher nicht wiedergeben. Derzeit werde vermutet, dass der Wortlaut "Schande auf den Islam" heißen könnte. Der Staatsschutz ermittelt.

Der Verfassungsschutz Hamburg hatte am 16. Juli seine Einordnung des IZH als verfassungsfeindliches Organ mit Verweis auf neue, bisher nicht öffentlich dargestellte Informationen und Dokumente untermauert. Das IZH hatte die Vorwürfe zurückgewiesen und wollte rechtliche Schritte einleiten.

Das IZH nahm in einer am Sonntagnachmittag veröffentlichten Stellungnahme Bezug auf die jüngste Veröffentlichung des Verfassungsschutzes. Es sei zu beobachten gewesen, dass "bestimmte Gruppen mit politischen Motivationen, bezugnehmend auf Veröffentlichungen des Verfassungsschutzes", zu Demonstrationen vor der Moschee zusammengekommen seien - in einigen Fällen verbunden mit vulgären Beschimpfungen, Beleidigungen und Bedrohungen der Gemeindemitglieder und Besucher der Moschee. "Das ist antimuslimische Hetze, unabhängig davon, aus welcher Motivation heraus es geschieht", hieß es.

Das IZH ist seit Anfang der 1960er Jahre in der "Imam-Ali-Moschee" - auch als "Blaue Moschee" bekannt - an der Hamburger Außenalster ansässig. Seit 1993 berichtet das Landesamt für Verfassungsschutz in seinen Jahresberichten über das IZH.