Brücke in Kassel erinnert an Walter Lübcke

Brücke in Kassel erinnert an Walter Lübcke

Die Stadt Kassel hat eine Fußgängerbrücke nach dem ermordeten Regierungspräsidenten Walter Lübcke benannt. Sie sei ein Ort des bleibenden Gedenkens an einen aufrechten Demokraten, sagte Oberbürgermeister Christian Geselle (SPD) am Mittwoch in Kassel. Lübcke sei ein wichtiger Wegbereiter und Wegbegleiter der Region gewesen, der es verstanden habe, Menschen zu verbinden.

Die Walter-Lübcke-Brücke führt in unmittelbarer Nähe zum Regierungspräsidium Kassel über die Fulda. Am Dienstag wurde sie offiziell umbenannt. Zuvor hatte sie den Namen des früheren Oberbürgermeisters von Kassel, Karl Branner (1910-1997), getragen. Wegen der NS-Verstrickungen des SPD-Politikers gab es bereits seit langer Zeit Forderungen, den Namen der Brücke zu ändern.

Der CDU-Politiker Walter Lübcke war in der Nacht zum 2. Juni 2019 auf der Terrasse seines Wohnhauses in Wolfhagen-Istha von dem Kasseler Rechtsextremisten Stephan Ernst erschossen worden. Ernst wurde im Januar dieses Jahres wegen Mordes zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt.