UN: Militärjunta geht immer brutaler gegen Bevölkerung in Myanmar vor

UN: Militärjunta geht immer brutaler gegen Bevölkerung in Myanmar vor

In Myanmar geht die herrschende Militärjunta laut den UN immer brutaler gegen die eigene Bevölkerung und gegen Widerstandsgruppen vor. Die Sicherheitskräfte setzten schwere Artillerie ein und führten Luftangriffe aus, warnte die UN-Hochkommissarin für Menschenrechte, Michelle Bachelet, am Freitag in Genf. Ein weiteres Blutvergießen stehe unmittelbar bevor.

Die Angriffe des Militärs seien in Gebieten mit ethnischen und religiösen Minderheiten besonders schwer. Ziele seien auch Kirchen und andere zivile Objekte. Soldaten missbrauchten Menschen als Schutzschilde und attackierten humanitäre Helfer, kritisierte Bachelet. Die Generale zögen Truppen in Bundesstaaten im Westen und Osten Myanmars zusammen. Die UN-Hochkommissarin verlangte von der Militärjunta, aber auch von Widerstandsgruppen, Zivilisten zu schützen.

Seit dem Militärputsch in dem südostasiatischen Land Anfang Februar hätten die Sicherheitskräfte mindestens 860 Menschen getötet, die meisten davon bei Protesten gegen den Putsch. Mindestes 4.804 Menschen seien festgenommen worden. Die Militärführung hatte die de-facto-Regierungschefin Aung San Suu Kyi gestürzt und will sie nun vor Gericht stellen. Am Montag soll der Prozess beginnen.

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