Wieler: Corona-Ausbrüche in Alten- und Pflegeheimen noch nicht vorbei

Wieler: Corona-Ausbrüche in Alten- und Pflegeheimen noch nicht vorbei

Der Präsident des Robert Koch-Instituts, Lothar Wieler, hat trotz einer hohen Impfquote unter älteren Menschen Vorsicht bei der Lockerung von Corona-Schutzmaßnahmen in Alten- und Pflegeheimen angemahnt. Die Pandemie sei noch nicht vorbei, sagte Wieler am Donnerstag in Berlin. Das sei besonders sichtbar, wenn man sich die Situation in Alten- und Pflegeheimen in Deutschland anschaue. Aktuell gebe es dort noch immer 40 aktive Ausbrüche , auch verbunden mit Krankenhausaufenthalten und Todesfällen. In vulnerablen Bereichen dürfe daher nach wie vor nur vorsichtig gelockert werden. Schutzmaßnahmen müssten aufrecht erhalten werden.

Wieler erklärte, Ende Januar habe es 450 Ausbrüche in Alten- und Pflegeheimen gegeben. Dass die Zahl danach stark gesunken ist, sei ein Beleg für die Wirksamkeit der Impfungen. Hochaltrige waren bei den Schutzimpfungen als erste an der Reihe. Man müsse aber bedenken, dass nicht alle Heimbewohner geimpft seien, etwa Neuzugänge. Die Impfquoten beim Personal seien auch unterschiedlich, sagte Wieler. Zudem schütze eine Impfung zwar vor einer schweren Erkrankung. Anstecken könnten sich Geimpfte aber dennoch.

Seit Beginn der Pandemie sind in Deutschland fast 90.000 Menschen an oder mit dem Coronavirus gestorben. Weltweit registrierte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) 1,2 Millionen Tote. Wieler sagte, pro Woche würden noch immer mehrere hundert Todesfälle in Deutschland gemeldet. Am Donnerstag meldete das RKI 94 neue Todesfälle.

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