Rente: Katholische Unternehmer fordern mehr Generationengerechtigkeit

Rente: Katholische Unternehmer fordern mehr Generationengerechtigkeit

In der aktuellen Debatte um die Sicherheit der Renten in Deutschland fordert der Bund Katholischer Unternehmer (BKU) mehr Generationengerechtigkeit. "Wir brauchen beim Thema Rente mehr Generationen übergreifende Gerechtigkeit und können nicht alle Belastungen bei den jungen Menschen abladen", sagte der BKU-Vorsitzende Ulrich Hemel am Donnerstag in Köln. Die Politik sei in der Pflicht, "endlich Lösungen zu entwickeln, die nachhaltig wirken und im Sinne der Christlichen Soziallehre die richtige Balance der Belastung zwischen Person, Unternehmen und Staat finden", betonte er.

Nach Angaben des BKU hat der aktuelle Bericht des Wissenschaftlichen Beirats beim Bundeswirtschaftsministerium erneut gezeigt, wie problematisch die Situation bei der Entwicklung der Renten ist. Nach den Feststellungen der Experten lässt sich das Rentenproblem am besten durch eine Anpassung der Arbeitszeit an das steigende Lebensalter gestalten. Die Alternativen dazu wären eine Anhebung des Rentenbeitrags oder eine noch höhere Steuerquote.

Die jahrelange Diskussion um die Zukunft der Rente zeige, dass es offenbar am politischen Willen zu einer nachhaltigen Zukunftsgestaltung und politischen Einigung fehle, erklärte der BKU. Dabei sei die fehlende Bereitschaft der Politik, Lösungen zu finden, im höchsten Maße "fahrlässig". Statt die Beitragszahlungen oder die Steuerbelastungen weiter zu erhöhen, seien andere Konzepte nötig. Dazu gehöre eine Reform der Gesetzlichen Rentenversicherung, bei der verstärkt Familien mit Kindern von Rentenversicherungsbeträgen entlastet werden.

Dem 1949 gegründeten Bund Katholischer Unternehmer gehören nach eigenen Angaben mehr als 1.000 Unternehmer, Selbstständige und leitende Angestellte an. Der BKU ist in 32 Diözesangruppen gegliedert.

Meldungen

Top Meldung
Flüchtlingsrettung Mittelmeer
Die westfälische Präses Annette Kurschus fordert die Wiederaufnahme der staatlichen Seenotrettung im Mittelmeer. Sie beklagt einen Mangel an Mitgefühl und Barmherzigkeit.