Gewerkschaftschef warnt vor "neuem Klima-Prekariat"

Gewerkschaftschef warnt vor "neuem Klima-Prekariat"

Der Chef der Gewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie, Michael Vassiliadis, befürchtet soziale Schieflagen durch den Kampf gegen den Klimawandel. Steigende CO2-Preise träfen die Schwächsten in der Gesellschaft am härtesten, sagte Vassiliadis dem Nachrichtenmagazin "Der Spiegel": "Wird Klimaschutz nicht sehr schnell und sehr konkret sozial gerecht ausgestaltet, schafft er ein neues Klima-Prekariat." Die Gewerkschaft fordere deshalb ein pauschales Klimageld als Ausgleich für immer weiter steigende Abgaben.

Die Einnahmen aus der CO2-Abgabe müssten vollständig an die Bürgerinnen und Bürger als "einheitliche Pro-Kopf-Zahlung" zurückgegeben werden, sagte der Vorsitzende der in Hannover ansässigen Gewerkschaft. Davon würden die Schwächeren überdurchschnittlich profitieren, und die ökologische Lenkungswirkung bliebe erhalten. Zudem verlangte Vassiliadis ein höheres Mobilitätsgeld für wachsende Pendler-Kosten und einen Schutz vor Mieterhöhungen bei energetischer Gebäudesanierung.

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