Hilfsorganisation: Auch Kinder bei Angriff in Burkina Faso getötet

Hilfsorganisation: Auch Kinder bei Angriff in Burkina Faso getötet

Nach dem blutigen Überfall auf ein Dorf in Burkina Faso mit mehr als 130 Toten warnt die Hilfsorganisation Save The Children vor unabsehbaren Folgen für die Kinder. Nicht nur seien auch zahlreiche Kinder unter den Getöteten, sondern der Angriff habe das Leben Hunderter weiterer Kinder erschüttert, erklärte die Organisation am Montag.

Viele hätten fliehen und so ihre Häuser und Schulen zurücklassen müssen, sagte der Leiter des Länderbüros von Save the Children in Burkina Faso, Benoît Delsarte. Manche seien in dem Chaos von ihren Eltern getrennt worden. "Das ist ein weiterer Angriff in der Sahelzone auf Kinder, die einfach nur in Sicherheit leben und eine Ausbildung erhalten wollen, um sich auf ihre Zukunft vorzubereiten", sagte Delsarte.

Bewaffnete hatten am Wochenende das Dorf Solhan im Norden von Burkina Faso gestürmt und wahllos um sich geschossen, wie die staatliche Nachrichtenagentur AIB berichtete. Zahlreiche Häuser und der Markt wurden demnach niedergebrannt. Wer für die Tat verantwortlich ist, blieb zunächst unklar. Medienberichten zufolge wurden bei dem Überfall mindestens 132 Menschen getötet.

In Burkina Faso und den Nachbarländern Niger, Mali und Nigeria sind zahlreiche islamistische Milizen und kriminelle Banden aktiv, darunter auch Gruppen, die sich dem Terrornetzwerk Al-Kaida und dem sogenannten Islamischen Staat (IS) zurechnen und immer wieder Angriffe auf die Zivilbevölkerung verüben.

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