Migration in Spanien-Exklave Ceuta: EU verlangt Eingreifen Marokkos

Migration in Spanien-Exklave Ceuta: EU verlangt Eingreifen Marokkos

Die EU-Kommission hat Marokko zum Eingreifen gegen die massenhafte Migration in die spanische Exklave Ceuta aufgefordert. Das nordafrikanische Land solle sich "weiterhin verpflichten, irreguläre Ausreisen zu verhindern", sagte Innenkommissarin Ylva Johansson am Dienstag in Brüssel. Zudem müssten Migranten ohne Aufenthaltsrecht ordentlich und wirksam abgeschoben werden.

Johansson zeigte sich angesichts der Entwicklung seit Montag, die immer noch anhalte, besorgt. "Es ist beunruhigend, dass mindestens 6.000 Menschen, eine große Zahl darunter Kinder, nach Ceuta geschwommen sind, wobei sie ihr Leben aufs Spiel setzen." Viele hätten gerettet werden müssen, ein Mensch sei gestorben.

Medienberichten zufolge haben seit Montag mehrere Tausend Menschen die Grenze zwischen Marokko und der spanischen Exklave in Nordafrika an der Meerenge von Gibraltar überwunden und sind somit in die EU gelangt. Schon in der Vergangenheit haben immer wieder Afrikaner die Grenze zu Ceuta und der zweiten spanischen Exklave Melilla in Marokko überwunden.

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