Papst berät mit Maas über Nahost-Konflikt und Corona-Pandemie

Papst berät mit Maas über Nahost-Konflikt und Corona-Pandemie

Papst Franziskus hat mit Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) über den bewaffneten Konflikt zwischen Israelis und Palästinensern beraten. Beide seien "sehr schockiert" über die jüngste Eskalation gewesen, sagte Maas am Mittwoch in Rom nach einer Audienz beim katholischen Kirchenoberhaupt. Gemeinsam teilten sie die Hoffnung, dass die Lage sich in den kommenden Tagen beruhigen werde und keine weiteren Menschen zu Schaden kämen. Maas und seine Gesprächspartner im Vatikan beurteilen die Lage in Israel und den palästinensischen Autonomiegebieten demnach als "sehr bedrohlich".

Im Mittelpunkt der Audienz stand nach Angaben des Bundesaußenministers die Frage, welche Lehren aus der Corona-Pandemie gezogen würden. "Der Papst hofft, dass diese schwierige Zeit dazu führen kann, dass wir in unseren Gesellschaften besser zusammenleben." Thema der Begegnung sei überdies die Sorge gewesen, dass die Pandemie die Ungleichheiten zwischen armen und reichen Ländern verschärfe. Maas erinnerte in diesem Zusammenhang an die Covax-Initiative zur Versorgung von Entwicklungsländern mit Impfstoffen, in deren Rahmen bis Jahresende drei Milliarden Impfdosen ausgeliefert werden sollen.

Neben dem Papst traf Maas auch den vatikanischen "Außenminister", Erzbischof Paul Gallagher. Im Anschluss stand eine Begegnung mit dem italienischen Außenminister Luigi Di Maio auf dem Programm. Dabei sollte es vor allem um den wachsenden Flüchtlingszustrom nach Italien und Solidarität anderer EU-Länder bei der Aufnahme der Ankommenden gehen.

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