Corona: Muslime müssen Ramadanfest erneut mit Einschränkungen feiern

Corona: Muslime müssen Ramadanfest erneut mit Einschränkungen feiern

Islamverbände haben auf die coronabedingten Einschränkungen bei der Feier des Fastenbrechens am Donnerstag hingewiesen. Das Festgebet werde in den Moscheegemeinden unter Einhaltung der Hygienemaßnahmen stattfinden, erklärten der Koordinationsrat der Muslime und der Verband der Islamischen Kulturzentren am Montag in Köln. Dazu gehören demnach unter anderen Abstandsregeln, die Vornahme der rituellen Waschung zuhause, das Mitbringen eines eigenen Gebetsteppichs und das Tragen eines medizinischen Mund-/Nasenschutzes in der Moschee.

Zum zweiten Mal erlebten die Muslime ein Ramadanfest unter besonderen pandemischen Umständen, sagte der Sprecher des Koordinationsrates, Erol Pürlü. Er dankte den Gläubigen "für ihr verständnisvolles Ausharren" und die "Geduld, die sie in dieser schwierigen Zeit zutage bringen".

Zur Teilnahme am Festgebet, mit dem das Fastenbrechen am Morgen traditionell eröffnet wird, müssen sich Besucher vorher bei ihrer örtlichen Moscheegemeinde informieren und gegebenenfalls anmelden, hieß es. Nach dem Gebet beglückwünschen sich Muslime, beschenken Kinder und besuchen Familienangehörige, Verwandte und Freunde. Aufgrund der aktuellen Situation sollten die Gläubigen jedoch Kommunikationsmedien nutzen, um sich gegenseitig zum Fest zu gratulieren, empfahlen die Islamverbände. Von Händeschütteln und Umarmungen sei abzusehen.

Der islamische Fastenmonat Ramadan endet traditionell mit dem dreitägigen Fest des Fastenbrechens. In der Türkei heißt das Fest auch Zuckerfest, weil die Kinder Süßigkeiten geschenkt bekommen. Es ist neben dem Opferfest das wichtigste Fest im Islam.

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