Neue Synodenpräses Heinrich will eine offene Kirche repräsentieren

Neue Synodenpräses Heinrich will eine offene Kirche repräsentieren
09.05.2021
epd-Gespräch: Franziska Hein und Karsten Frerichs
epd

Die neu gewählte Präses der Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Anna-Nicole Heinrich, will die eingeleiteten Reformen weiter vorantreiben. "Wir müssen das Paket, das die letzte Synode gepackt hat, jetzt aufnehmen und uns Ziele setzen", sagte die 25 Jahre alte Studentin dem Evangelischen Pressedienst (epd). Bei ihrer Arbeit wolle sie "eine offene, missionale Kirche repräsentieren, die sich hoffentlich nicht zu stark leiten lässt von politischen Positionierungen, jedoch immer wieder Bezug auf gesellschaftliche Themen nimmt".

Heinrich war am Samstag zur jüngsten Synodenpräses in der Geschichte der EKD gewählt worden. "Ich hoffe aber, dass ich nicht auf das Jungsein reduziert werde", sagte sie. Schon der vorangegangen Synode hat die Regensburgerin Philosophie-Studentin als Jungsynodale angehört und an den zwölf Leitsätzen für eine Kirche der Zukunft mitgearbeitet. Auf der letzten Tagung der 12. Synode hatte das Kirchenparlament im November zudem eine Finanzstrategie beschlossen, die angesichts des anhaltenden Mitgliederrückgangs Einsparungen in Höhe von 30 Prozent des Haushaltsvolumens von 2019 bis 2030 vorsieht.

"Wir müssen diese Prozesse mit den Erfahrungen der letzten Monate verbinden", sagte Heinrich, die in den nächsten sechs Jahren der 13. Synode vorsteht, unter Verweis auf die Corona-Pandemie, während der sich in der evangelischen Kirche unter anderem neue Formen der digitalen Verkündigung etabliert hatten. Dabei gelte es, Gutes zu bewahren und die geistlichen und theologischen Herausforderungen in den Blick zu nehmen

"Meine Kirche hat Mut gezeigt, mich in dieses Amt zu wählen", sagte Heinrich und räumte ein: "Ich blicke auch ein bisschen ehrfürchtig auf die nächsten Tage, Wochen und sechs Jahre an der Spitze der Synode. Es ist eine große Aufgabe."

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