Luftwaffe fliegt 120 Beatmungsgeräte nach Indien

Luftwaffe fliegt 120 Beatmungsgeräte nach Indien

Köln (epd). Die Luftwaffe hat am Samstag den ersten Transportflug mit medizinischer Corona-Hilfe für Indien vom Flughafen Köln-Wahn aus gestartet. Es würden 120 Beatmungsgeräte aus Beständen des Bundesgesundheitsministeriums und eine Anlage zur Sauerstoffherstellung der Bundeswehr nach Neu-Delhi gebracht, teilte die Luftwaffe am Samstag in Köln mit. Die Transporte erfolgten im Auftrag des Auswärtigen Amtes.

Indien ist besonders von der raschen Ausbreitung einer Coronamutation betroffen. Es hat Deutschland um Unterstützung gebeten. Zunächst werden die Beatmungsgeräte den Angaben zufolge mit einem Airbus A350 in einem Direktflug nach Neu-Delhi geflogen und noch am selben Tag in Indiens Hauptstadt an das Indische Rote Kreuz übergeben. Danach fliegt der Airbus wieder nach Deutschland zurück.

Mit an Bord der Maschine sei ein Team des Sanitätsdienstes der Bundeswehr mit medizinischem Fachpersonal zum Aufbau und Betrieb der Sauerstofferzeugungsanlage. Das Sanitätspersonal soll für bis zu zwei Wochen in Indien bleiben, um die Anlage aufzubauen und Personal vor Ort in den Betrieb einzuweisen.

Für den Transport der Sauerstofferzeugungsanlage setze die Luftwaffe zwei Airbus A400M vom Luftwaffentransportgeschwader 62 in Wunstorf ein, hieß es weiter. Diese Flüge seien für den 5. und 6. Mai 2021 vorgesehen. "Wir haben ein gemeinsames Ziel: Menschenleben zu retten", erklärte der Inspekteur der Luftwaffe, Generalleutnant Ingo Gerhartz.