Universität Osnabrück untersucht sexualisierte Gewalt im Bistum

Universität Osnabrück untersucht sexualisierte Gewalt im Bistum

Das katholische Bistum Osnabrück hat die Universität in der niedersächsischen Stadt mit der Aufarbeitung sexuellen Missbrauchs im Bistum beauftragt. Wissenschaftler unter der Leitung der Historikerin Siegrid Westphal und des Juristen Hans Schulte-Nölke sollen innerhalb von drei Jahren eine Studie zu sexualisierter Gewalt erstellen, teilten Bistum und Universität am Donnerstag mit. Beide Partner hätten in dieser Woche den Vertrag über das Forschungsvorhaben unterzeichnet. Einzelheiten sollen in der kommenden Woche vorgestellt werden.

Das Bistum Osnabrück hatte im vergangenen Jahr gemeinsam mit dem Erzbistum Hamburg und dem Bistum Hildesheim eine gemeinsame Kommission zur Aufarbeitung sexuellen Missbrauchs eingesetzt. Bischof Franz-Josef Bode hatte im Dezember angekündigt, dass er zusätzlich externe Fachleute mit der Untersuchung in seinem Bistum beauftragen wolle.

Der Bischof, der auch stellvertretender Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz ist, hatte auch betont, dass im Zuge der Aufarbeitung alle Archive und Akten uneingeschränkt zur Einsicht freigeben würden. Die Verantwortlichen, die im Umgang mit Betroffenen und Tätern Fehler begangen und sich schuldig gemacht hätten, sollten benannt werden.

Meldungen

Top Meldung
 Alltagsorte zu "Segenstankstellen"
Die Pandemie bringt viele Menschen an ihre Grenzen. Viele sehnen sich nach Kraft, Ermutigung und Momenten zum Durchatmen. Ein Segen ist so eine Kraftquelle. Die ökumenische Initiative "Ich brauche Segen" will helfen und mitten im Alltag "Segenstankstellen" aufstellen.