Prozess nach Messerattacke: Lebenspartner sagt per Videoschalte aus

Prozess nach Messerattacke: Lebenspartner sagt per Videoschalte aus

Im Prozess nach der Messerattacke auf ein homosexuelles Paar in der Dresdner Innenstadt will am Freitag der Lebenspartner des bei dem Angriff im Oktober 2020 getöteten Mannes aussagen. Er werde bei der Verhandlung am Oberlandesgericht Dresden per Video live in den Saal zugeschaltet, sagte Gerichtssprecherin Gesine Tews am Dienstag in Dresden. Das Opfer leide unter einer posttraumatischen Störung und sei nicht in der Lage, nach Dresden zu reisen.

Der 53-Jährige aus Köln hatte den Messerangriff schwer verletzt überlebt. Nach Angaben des Dresdner Rechtsmediziners Andreas Engel hatte er "unglaubliches Glück im Unglück". Das Tatmesser sei an einem Lendenwirbelkörper gestoppt worden, sagte der Gerichtsmediziner als Zeuge am ersten Verhandlungstag. Nur wenige Millimeter daneben hätte der Einstich tödliche Verletzungen hervorrufen können.

Seit Montag muss sich vor dem Oberlandesgericht Dresden ein 21-jähriger Syrer verantworten. Ihm wirft die Bundesanwaltschaft Mord, versuchten Mord sowie gefährliche Körperverletzung vor. Bei der Messeattacke am Abend des 4. Oktober 2020 war ein 55-jähriger Mann aus dem nordrhein-westfälischen Krefeld tödlich verletzt worden. (AZ: 4 St 1/21). Die beiden Männer waren als Touristen in Dresden unterwegs. Hintergrund des Angriffs sind laut Anklage eine radikal-islamistische Gesinnung sowie ein homophobes Tatmotiv des Angeklagten.

Abdullah A. soll das Paar heimtückisch von hinten angegriffen und auf die beiden Männer mit zwei Messern unvermittelt eingestochen haben. Der Angeklagte ist den Behörden seit 2017 als islamistischer Gefährder bekannt.

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