Bachelet besorgt über Einschränkungen für Lebensretter im Mittelmeer

Bachelet besorgt über Einschränkungen für Lebensretter im Mittelmeer

Die UN-Hochkommissarin für Menschenrechte, Michelle Bachelet, hat sich besorgt über die staatlich angeordneten Einschränkungen für Lebensretter im Mittelmeer geäußert. Die Menschenrechte von Migranten und ihre Versorgung mit lebenswichtigen Gütern seien durch Anordnungen von EU-Staaten gefährdet, erklärte Bachelet am Freitag in Genf. Aufgrund der Einschränkungen kreuzten derzeit nur vier Seenotrettungsschiffe im zentralen Mittelmeer. Etliche andere Schiffe dürften nicht auslaufen oder seinen beschlagnahmt worden. Das zentrale Mittelmeer sei eine der gefährlichsten Routen für Migrationen weltweit.

Bachelet bezog sich auf die Agentur der Europäischen Union für Grundrechte. Laut der Agentur seien seit 2016 rund 50 Strafverfahren und Verwaltungsverfahren gegen humanitäre Akteure in sechs EU-Staaten eingeleitet worden, darunter Deutschland, Italien und Malta.

In den vergangenen Jahren starben Tausende Migranten und Flüchtlinge auf dem Mittelmeer. Nach Angaben der Internationalen Organisation für Migration kamen 2021 bereits 221 Migranten und Flüchtlinge auf dem Mittelmeer ums Leben. Die Menschen kehren Armut und Gewalt in ihren Ländern den Rücken und wollen ein besseres Leben in Europa führen. Sie stammen aus Afrika und Asien.

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